Das war das AFT 2003Mittlerweile sind einige Tage sind ins Land gegangen - Zeit, das Treffen in ein paar Worten zusammen zu fassen und sich bei den Teilnehmern zu bedanken, die trotz schlechten Wetters zum Teil extrem lange Anfahrtswege auf sich genommen haben. Insgesamt waren 78 Teilnehmer vor Ort, dazu kamen noch ungezählte Tagesgäste, die sich für einige Stunden unter die Leute mischten. Die ersten Teilnehmer reisten schon am Donnerstag abend an, einfach auf Verdacht. Das wird auch im nächsten Jahr möglich sein, die Jugendherberge steht allerdings erst ab Freitag morgen zum Frühstück zur Verfügung. Tja, das Wetter - viel mieser hätte es nicht sein können, aber wo in Deutschland kann man erwarten, zu einem bestimmten Termin gutes Wetter zu haben? Eben. Und hier ist Norddeutschland - uns war von Anfang an klar, dass wir uns mindestens auf eine große Flutwelle vorbereiten mussten und wählten nicht zuletzt deshalb den 98 Meter hohen Aschberg als Veranstaltungsort. Ein weiterer Punkt war das Vorhandensein von ausreichend großen überdachten Versammlungsorten, so dass auch bei Regen gemütliche Runden gebildet werden könnten. Dafür waren die Jugendherberge und das große DRK-Zelt vorgesehen und sie erfüllten diesen Zweck prima - das Zelt hatte zwar ein paar undichte Stellen, aber daran arbeiten wir. Eine weitere Vorbereitung waren - neben einer ausreichenden Menge Schwimmwesten - einige freigehaltene Betten in der Jugendherberge. Wir hätten nicht gedacht, dass wir sie wirklich benötigen würden, doch in der Nacht zum Samstag begann kurz nach Mitternacht ein heftiger Sturm und schon einige Minuten später kamen die ersten durchnässten Gestalten in die Jugendherberge, welche die Suche nach ihren entlaufenen Zelten aufgegeben hatten. Der Stimmung tat das keinen Abbruch - im Gegenteil, die Runde wurde immer lustiger, selbst als das DRK-Zelt wegen einer gebrochenen Holzstange zu kippen drohte und wir alle noch mal raus mussten, um es zu retten, blieb die Laune ganz oben. Wovon erzähle ich hier eigentlich? Von einer Segelregatta? Nein, keine Sorge, ich bin noch immer bei unserem Teleskoptreffen, das auch astronomisch einiges zu bieten hatte. Neben den üblichen ausführlichen Fachsimpeleien zwischen den Astro-Kollegen gab es das "aufblasbare" Planetarium von Michael Hammer-Kruse, welches im DRK-Zelt aufgebaut war. Es handelt sich dabei um eine Art Iglu, in dem durch einen Ventilator permanent ein leichter überdruck gehalten wird. Drinnen finden etwa 25 Personen Platz, die sich auf Sitzkissen am Außenrand verteilen. In der Mitte stehen der Sternenprojektor und ein normaler Diaprojektor. Michaels Vortrag ging speziell auf die Kinder ein und das sehr gut. Normalerweise wird er für öffentliche Veranstaltungen aller Art gebucht. Im Aufenthaltsraum der Jugendherberge wurden am Samstag bis spät in den Abend Wort- und Diavorträge gehalten. So berichtete zum Beispiel Kurt Schreckling über seine Messungen des Auskühlverhaltens von Teleskopen. Neben Berichten und Fotos zu Polarlichtern gab es Interessantes über astronomische Uhren zu hören und jede Menge mit Musik untermalte Bilderserien von Himmel und Erde zu sehen. Aus dem letzten Vortrag rief mich ein ziemlich heftiger Knoblauchgeruch zum Essen - ich weiß nicht, wie die anderen das empfanden, aber ich war begeistert, denn Hartwig Janus hatte in der Küche der Jugendherberge ein hervorragendes chinesisches Essen zubereitet, das wir ohne Worte aßen, während aus dem Vortragsraum stimmungsvolle Musik erklang, die eine Bilderserie von Bernd Schatzmann begleitete. Am Sonntag folgte nach einem Brötchenfrühstück - Armin machte sich jeden Tag auf und kaufte die Eckernförder Bäckereien leer - der Abbau des DRK-Zeltes, das Aufräumen und natürlich viele Abschiedszeremonien. An dieser Stelle noch mal ein Lob an alle Teilnehmer. Der Platz war absolut sauber und auch die sanitären Einrichtungen befanden sich nach dem Treffen noch immer in einem guten Zustand. Klasse! Wir Veranstalter sind mit dem ersten AFT sehr zufrieden. Für nächstes Jahr haben wir einige Kleinigkeiten gefunden, die wir anders organisieren werden, aber im Großen und Ganzen ist unsere Planung aufgegangen. Der inneren Unruhe in den letzten Tagen vor dem Treffen folgte schon nach den ersten Stunden die Gewissheit, dass alles gut wird. Wie es wohl erst bei klarem Himmel geworden wäre. Tja, das Wetter... Torsten Krahn, 19.05.2003 |